Achtung: Auf der gedruckten Version unseres Flyers zur kommenden Ausstellung "Kleine Welten" hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Die Vernissage findet am 14. Februar und nicht, wie auf dem Flyer angekündigt am 07. Februar statt.

Zur Vernissage unserer Ausstellung "Kleine Welten" möchten wir Sie recht herzlich einladen.
Die Vernissage beginnt am 14. Februar um 19.00 Uhr in der Zunftstraße 2 in 76227 Karlsruhe-Durlach.

Die Perspektive wechseln und die Welt von oben sehen. Sie mit Abstand betrachten und einen Überblick bekommen. All das ist möglich bei den kleinen Welten nachgebauter Städte und Landschaften, die zum verspielt vergnüglichen Entdecken einladen. Bekenntnisse zu Modelleisenbahn- und Puppenstubenidylle werden dagegen aber höchstens verschämt vorgebracht. Auch in Jonathan Swifts Gullivers Reisen wird Größe und Kleinheit thematisiert, und Alice erlebt im Wunderland ihre Schrumpfung. Auch in der bildenden Kunst ist das Spiel mit den Dimensionen und ein Zerrbild der Wirklichkeit zu schaffen, ein gestalterisches Mittel, um Gewohntes in ungewohnte Umgebung zu stellen. Das reizt die Sinne und überrascht mit Neuem. Diesem Effekt spüren die Künstlerinnen und Künstler von zettzwo nach.


Aktuelle Ausstellung: "Leere"

Ein Paradoxon par excellence: Hier das Stakkato von Dauerreizen des modernen Lebens auf sämtliche Sinne - dort die Suche der Erholung davon. Hier die Suche nach immer schnellerer Information, Ablenkung und Unterhaltung - dort die Hinwendung zum minimalistischen Lebensstil mit trendigem Digital Detox, Konsum-Fasten und Downsizing. So mancher erfährt die bedrückende Leere des modernen Lebens und sucht den Verzicht, um Fülle und inneren Reichtum zu erleben. Die Beschränkung aufs Wesentliche in der Kunst ist allerdings kein Phänomen der modernen Gesellschaft. Spätestens in dem Minimal Art im westlichen Kulturkreis und seit Jahrhunderten in der fernöstlichen Kultur und Philosophie spielt die Kunst des Weglassens eine wesentliche Rolle. Nicht von ungefähr haben die Künstlerinnen und Künstler von zettzwo dieses Ausstellungsmotiv im Anschluss an den Jahreswechselüberfluss gestellt und zeigen die Kraft der Reduktion in ihren jeweiligen Auffassungen und Techniken.

Öffnungszeiten der Galerie: Samstag 10 - 14 Uhr


Artikel am 14.01.2018 in "der SONNTAG"