Liebe Freunde,

nach langer Zeit mit Einschränkungen freuen wir uns sehr, unsere neue Ausstellung mit einer Vernissage eröffnen zu können!

Die Vernissage zur Austellung mit dem Titel "Schwarzmalerei" beginnt am 09. Juli um 19.00 Uhr in den Räumen der zettzwo Produzentengalerie in der Zunftstraße 2 in 76227 Karlsruhe-Durlach.

Schwarz in der Kunst ist ein Kontrapunkt zur Reizüberflutung, ein Plädoyer für das Wahrnehmen. Mit schwarzen Bildern wollten Künstler einen Bruch herleiten: Rothko oder Reinhardt ging es mit ihren spektakulären Schwarzflächen um die Frage, wie weit Malerei reduziert werden kann. Malewitsch wollte mit Schwarz die Kunst vom Gewicht der Dinge befreien. Schwarz ist aber nicht gleich Schwarz und reicht von der fast völligen Absorption des Lichts bis zur subtilen, abgestuften Differenziertheit. Von Gothic Szene bis Black Tie dient Schwarz der Identifikation bestimmter gesellschaftlicher Gruppierungen und Anlässe. Umgangssprachlich gilt Schwarzmalerei auch für Unkenruf und miesepetriges Herbeireden von Unheil. Mit Malerei, Fotografie, Bildhauerei, Grafik und weiteren Techniken fügen die Künstlerinnen und Künstler dem Thema Schwarz den Aspekt der Materialhaftigkeit und Form hinzu.

Schaut doch mal vorbei, es würde uns sehr freuen.

Eure zettzwo Produzentengalerie

Wolfgang Kopf, "Schwarze Gesellen", Tusche auf Leinwand, je 25 x 25 cm, 2021


Liebe Freunde,

aufgrund der derzeitigen Situation findet unsere aktuelle Ausstellung mit dem Thema „Homo ludens“ abermals im Schaufenster der Galerie statt.

Der Begriff Homo ludens, der spielende Mensch, wurde durch Johan Huizinga Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts aufgebracht. Er bezeichnet die Funktion des Spiels als kulturbildenden Faktor. Ursprünglich seien durch Spielen als Grundkategorie menschlichen Verhaltens kulturelle Systeme wie Politik, Wissenschaft und Recht entwickelt worden, die sich erst nach dem „einspielen“ in Regeln und Ritualisierungen instrumentell verfestigten. Bis zur Erstarrung. Auch bei Marcuse findet sich dieser Gedanke als Entfremdung, ausgelöst durch eindimensionale “instrumentelle Vernunft“ der Industriegesellschaften und dem Verlust zweckfreier, spielerischer und ganzheitlich persönlichkeitsbildender Tätigkeiten. Zusammenfassend liegt das Potenzial des Spiels in der Möglichkeit, verfestigte Strukturen zu durchbrechen und Platz für Neues zu schaffen. Welche Bedeutung kommt Homo ludens im Schaffensprozess der Kunst zu? Und ist Homo faber, der handwerklich arbeitende Mensch, dabei der Antagonist oder ergänzen sie sich? Spielt gar der Homo oeconomicus eine Rolle? Insofern spiegeln die Künstlerinnen und Künstler der zettzwo Produzentengalerie das Thema durch ihr Schaffen und in ihrem Selbstverständnis.

Im Schaufenster zu sehen:

Ab 11.6. Stefanie Pietz und Pavel Miguel,
ab 18.6. Vera Holzwarth und Andreas Ramin,
ab 25.6. Katja Wittemann und Alexander Holzmüller,
ab 2.7. Karin Münch und Wolfgang Kopf

Schaut doch mal vorbei, es würde uns sehr freuen.

Eure zettzwo Produzentengalerie

Andreas Ramin, Untitled aus der Serie "Spiel und Sport“, Fotografie, 30 x 30 cm, 2018


Artikel am 14.01.2018 in "der SONNTAG"