Aktuelle Ausstellung "Ein ParRadieschen".

Schon wegen seines Namens ist das Radieschen ein liebenswertes Gemüse, vor allem durch die verniedlichende Endung an der schlichten lateinischen Wurzel Radix. Von dem Aussehen ganz zu schweigen – dem Rotkäppchenrot und dem Unschuldsweiß an Blattgrün – rundlich mit keckem Ausläufer. Das Radieschen ist der kleine Freund des Gärtners, das Highlight des ausdekorierten Salattellers und die Überredungskunst auf dem Schulpausenbrot. Da wird die gelegentliche Schärfe wohlwollend verziehen. Zwar hat das Radieschen mit dem Ursprung des jüdisch, christlich, islamischen Paradieses gar nichts gemein, aber die Ähnlichkeit der beiden Wörter lässt die Fantasie tanzen. War es vielleicht doch nicht der Apfel, sondern ein paar Radieschen, die zur Vertreibung aus dem Garten Eden führten?
Mit Humor und Hintersinn nähern sich die Künstlerinnen und Künstler dem neuen Motiv der monatlich wechselnden Ausstellungen und laden die Besucher ein in ein Paradies für Radieschen.

Öffnungszeiten der Galerie: Samstag 10 - 14 Uhr


Artikel am 14.01.2018 in "der SONNTAG"